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Nachrichten

Die Bundestagsabgeordnete Andrea Wicklein kommt

Die Bundestagsabgeordnete Andrea Wicklein kommt in das Gemeindezentrum Stahnsdorf. Am Dienstag, dem 22.9. findet dort von 17.00 bis 19.00 Uhr eine Veranstaltung von Andrea Wicklein zum Thema »Rieselfelder« statt.

Hochrangige und sachkundige Gesprächsteilnehmer führen in das Thema ein und diskutieren mit den Bürgerinnen und Bürgern. Aus der Einladung:

Rieselfelder – Potenziale für den regionalen Wasserhaushalt oder für neue Energiequellen?

Über viele Jahrzehnte wurden in Brandenburg die Berliner Abwässer verrieselt. Diese Funktion haben die Rieselfelder schon lange verloren. Denn heute verfügen unsere Städte und Gemeinden über moderne Kläranlagen. Übrig geblieben sind jedoch die Rieselfelder, die zumeist ungenutzt brach liegen. Seit Jahren wird deshalb über neue Nutzungsmöglichkeiten auf den Rieselfeldern diskutiert. Die Vorschläge reichen von Windkraftanlagen über Solarfelder bis hin zur Sanierung und Nutzung als natürliche Wasserspeicher. Fest steht, die ehemaligen Rieselfelder trocknen mehr und mehr aus. Der dramatische Wassermangel hat bereits zu einer Gefährdung von Flora und Fauna geführt. Ein Beispiel ist die von Austrocknung betroffene und rund 2.350 Hektar groe Parforceheide, die zwischen Stahnsdorf, Güterfelde, Potsdam-Drewitz und dem Teltow-Kanal liegt.

Was soll aus den Rieselfeldern in der Region werden? Welche Ansätze gibt es, damit sie sinnvoll genutzt werden? Ist es wünschenswert, die Rieselfelder als Wasserspeicher wiederzubeleben? Welche wirtschaftlichen und touristischen Nutzungsmöglichkeiten gibt es? Und ist das Modellprojekt in der Brandenburger Rieselfeldlandschaft in Hobrechtsfelde auch auf andere Rieselfelder übertragbar?

Darüber wollen wir mit Experten und den Bürgerinnen und Bürgern sprechen und laden Sie herzlich ein:

22. September 2009, 17.00 bis 19.00 Uhr
Gemeindeverwaltung Stahnsdorf,
Annastrae 3, 14532 Stahnsdorf

Ablauf

  • 17.00 Uhr:
    Begrüung und Eingangsstatement
    Andrea Wicklein, Mitglied des Deutschen Bundestages
  • 17.10 Uhr:
    Rieselfelder – Potenziale für den regionalen Wasserhaushalt
    Prof. Dr. Gunnar Lischeid, Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V., Leiter des Instituts für Landschaftswasserhaushalt, Koordinator der Forschungsplattform »Ländliche Räume Berlin-Brandenburg« zur Restwassernutzung im Umland von Berlin
  • 17.30 Uhr:
    Die Rieselfeldlandschaft Hobrechtsfelde im Barnim – ökologische Sanierung und naturtouristische Entwicklung ehemaliger Rieselfelder
    Petra Bierwirth, Mitglied des Deutschen Bundestages und Vorsitzende des Umweltausschusses
    Dr. Peter Gärtner, Landesumweltamt Brandenburg, Teamleiter Naturpark Barnim
  • 18.00 Uhr:
    Diskussion mit
    Petra Bierwirth, MdB, Vorsitzende des Umweltausschusses
    Dr. Peter Gärtner, Landesumweltamt Brandenburg
    Prof. Dr. Gunnar Lischeid, ZALF
    Bernd Albers, Bürgermeister der Gemeinde Stahnsdorf
    Moderation: Norbert Kunz
  • 19.00 Uhr:
    Ende der Veranstaltung

PNN vom 24.09.09

Verrieseln als »geniale Lösung«

Forscher empfiehlt: Stahnsdorfer Rieselfelder beleben

Stahnsdorf – Seit Jahren sinkt in Stahnsdorf der Grundwasserpegel, allein im kleinen Ortsteil Schenkenhorst seit 1990 um fast zehn Meter. Nun keimen alte Diskussionen wieder auf, dem Problem beizukommen. Als Lösungsoption gilt seit Jahren, die stillgelegten Stahnsdorfer Rieselfelder zu beleben. Jetzt gibt es dafür Rückendeckung aus der Wissenschaft: In den Augen von Professor Gunnar Lischeid wäre die Verrieselung von Klärwasser eine »geniale Lösung für ein gravierendes Problem.« Statt geklärtes Abwasser in den Teltowkanal zu spülen, könnte es auf den Feldern verteilt werden, der Grundwasserpegel damit wieder steigen und weitere Sorgen wegfallen.

Der Professor am Leibnitz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung der Uni Potsdam referierte am Dienstagabend im Stahnsdorfer Gemeindesaal zu dem Thema. Die Gemeinde Stahnsdorf will die grünen Wiesen touristisch entwickeln, eine reizvolle Landschaft mit Aussichtsturm und Wanderwegen könnte entstehen. Warum eigentlich nicht?, fragte Wissenschaftler Lischeid. Dass Verrieselung und Tourismus zusammengehen, beweise das kleine Dorf Hobrechtsfelde im Barnim. Dort wird seit zehn Jahren in einem Modellprojekt geklärtes Abwasser auf Rieselfelder gebracht. Mit Hilfe von Fördermitteln sei eine grüne Landschaft entstanden, in der sich Wildpferde, Wasserbüffel und Touristen tummeln.

In Stahnsdorf hingegen wird das gereinigte Abwasser in den Teltowkanal abgelassen – was seine eigenen Probleme mit sich bringt: Trotz der Reinigung schafften es die Kläranlagen nicht, alle Schadstoffe aus dem Abwasser zu filtern. So finden sich Spuren von Schmerzmitteln und der Antibabypille darin wieder, erläuterte Lischeid. Das sogar mit negativen Folgen für die Fortpflanzung einiger Wassertiere. Statt das Abwasser gründlicher zu reinigen, könnte man es verrieseln – »der Reinigungseffekt im Boden ist viel intensiver«, so Lischeid. Damit wären gleich mehrere Probleme gelöst: Die Wasserqualität des Teltowkanals steigt, ebenso der Grundwasserpegel. Und auch die Froschpopulation wird geschützt.

Bis dahin gelte es noch eine Menge Arbeit zu leisten: Die Wissenschaft muss weiter forschen und die Politik gemeinsam auf die Nutzung der Rieselfelder hinarbeiten, so der Tenor des Abends.

Die SPDBundestagsabgeordnete Andrea Wicklein hatte zu dem wissenschaftlich-politischen Austausch eingeladen. Dass die Rieselfelder in der Region nicht nur von Politikern in Wahlkampfzeiten heiß begehrt sind, sondern auch von Energieerzeugern, ist bekannt. Seit langem gibt es Pläne, die Felder bei Schenkenhorst mit Windkraftanlagen zu bestücken. Auch Solarexperten haben auf den freien Flächen Energiepotenzial ausgemacht.

Tobias Reichelt

13.09.2009

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Restaurant Castagno, Wannseestr. 4
14532 Stahnsdorf

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Restaurant ???, ???
14532 Stahnsdorf

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