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Nachrichten

SPD-Infoabend mit Leiter des neuen Gymnasiums am 26. Mai 2009

Dr. Klatt gab Auskunft zum Start und zu den Perspektiven des neuen Gymnasiums

Märkische Allgemeine Zeitung vom 28.05.2009

Neues Kreisgymnasium: Gründungsdirektor Ulrich Klatt stellt Eckpunkt des Profils vor

STAHNSDORF - Eine »Sturzgeburt« nannte der Stahnsdorfer SPD-Chef Heinrich Plückelmann die Einrichtung des dritten Kreisgymnasiums zum kommenden Schuljahr: Ein spontanes Ereignis, hastig ins Werk gesetzt, aber ohne Alternative. Gut, dass ein erfahrener Geburtshelfer bereit steht: Am Mittwochabend stellte der designierte Gründungsdirektor Ulrich Klatt sich und seine Vorstellungen von der neuen, dringlich benötigten Schule vor Eltern und dem SPD-Ortsverein Stahnsdorf vor.

Fest steht bis jetzt: Drei siebte Klassen werden am provisorischen Standort an der Teltower Wartestraße an den Start gehen – bevor die Lehranstalt in frühestens zwei Jahren in einen Neubau nach Stahnsdorf umzieht. Zwei davon werden Französisch als zweite Fremdsprache anbieten. Ob die dritte Klasse Französisch oder Spanisch wählen kann, ist noch nicht klar. Latein sei nur selten gefordert worden. Klatt geht davon aus, dass jede Klasse 28 Schüler stark sein wird.

Ulrich Klatt – bis zum 31. Juli noch stellvertretender Leiter des Grasow-Gymnasiums in Brandenburg/Havel – legte Wert darauf, dass die ihm anvertraute Schule eine stark allgemeinbildende Ausrichtung haben werde. »Die Kernfächer werden an erster Stelle stehen«, so der »überzeugte Naturwissenschaftler« Klatt.

Er plane, in Mathematik, Deutsch und Englisch Stunden in Form von Arbeitsgemeinschaften so großzügig vorzuhalten, dass auch Schüler mit Förderbedarf nicht auf der Strecke blieben. Kunst, Musik und Sport würden ebenso gefördert. Fünf Lehrer sollen zunächst das Eingangsteam stellen. Eine entsprechende Ausschreibung in allen Kollegien im Schulamtsbezirk habe regen Zuspruch gefunden. Es seien nur Lehrer im Gespräch, die sich von selbst beworben hätten. »Mein Ziel ist es, dynamische, leistungsfähige junge Menschen zu erziehen, die sich auch einmal durchkämpfen können«, sagte der künftige Schulleiter.

Einige Eltern äußerten Bedenken, sie wüssten gar nicht, auf was für eine Art Schule sie ihr Kind schickten. Dem erwiderte Klatt: »Ich bin sehr flexibel und werde Elternwünsche berücksichtigen. Die Schulgründung mag schwierig erscheinen, aber sie bietet die Chance, das Profil mitzugestalten.« Erst die Schulkonferenz – ihr gehören Eltern–, Schüler- und Lehrerevertreter an – werde allerdings das Profil beschließen können.

Zum Übergangsstandort in Teltow sagte Klatt, er halte ihn für annehmbar. Dringende Umbauten seien bewilligt oder schon in Arbeit. So werde der Gymnasialbereich vom Oberstufenzentrum abgetrennt – auch der Essensbereich und der Pausenhof. Das Gymnasium erhalte ein modernes naturwissenschaftliches Fachkabinett, welches später mit in den Neubau umziehen könne. »Das ist also kein rausgeworfenes Geld«, so Klatt. Zunächst werden fünf Klassenräume vorgehalten.

Den Mangel an Sportanlagen gedenkt Klatt in Zusammenarbeit mit dem Kleinmachnower Weinberg-Gymnasium wett zu machen. Entsprechende Absprachen seien bereits getroffen. Das gelte auch für die Nutzung des Informatikkabinetts.

Fragen von Eltern beantwortet Ulrich Klatt unter 03381/702486

(Von Ulrich Wangemann)

Erfahrener Geburtshelfer

Ulrich Wangemann über den designierten Gymnasialdirektor Ulrich Klatt

Das hat der SPD-Ortschef von Stahnsdorf, Heinrich Plückelmann, schön gesagt. Die ziemlich hektische Gründung des dritten Kreisgymnasiums in der Region sei eine »Sturzgeburt«. Das ist sie in der Tat. Der designierte Direktor soll neben seiner bisherigen Tätigkeit als stellvertretender Schulleiter in Brandenburg/Havel sozusagen nach Feierabend die Gründung der neuen Schule vorbereiten. Das ist ziemlich viel verlangt. Die Eltern, die ihre Kinder freiwillig oder aus Mangel an Alternativen auf diese bislang virtuelle Schule schicken werden, machen sich entsprechend Sorgen. Was sie beruhigen sollte: Klatt ist ein krisenerprobter Schulmanager und Pädagoge. In Brandenburg/Havel hat er hervorragende Ergebnisse mit einem Gymnasium erzielt, das inmitten des »Ghetto« genannten Plattenbaubezirks – also in denkbar schwachem Lernumfeld – liegt. Dort hat er etwa für die oft aus Hartz-IV-Familien stammenden Kinder ein bemerkenswertes Austauschprogramm mit einer israelischen Gemeinde organisiert. Er hat sogar einmal erreicht, dass eine Buslinie in Brandenburg umgelegt wurde. Klatt bringt die nötige Gelassenheit und Lebenserfahrung mit, um die furchteinflößende Aufgabe zu bewältigen. Er will nach der Sturzgeburt ein hübsches Baby großziehen.

Anmerkung der SPD Stahnsdorf

Auf die Sorgen der Eltern wegen möglicher Asbestverseuhung angesprochen, antwortete Herr Dr. Klatt in seiner E-Mail vom 5. Juni 2009:

... bezugnehmend auf die diskutierte Frage einer Asbestverseuchung des Gebäudes Warthestraße 2 in der Veranstaltung am 26.05.2009 teilte mir der Fachdienst Schul- und Gebäudemanagement des Landkreises Potsdam-Mittelmark mit, dass regelmäßige Untersuchungen zur Gefahrenbeurteilung dies ausschließt.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Ulrich Klatt
Beauftragter Schulleiter

26.05.2009

Information

Nächste Vorstandssitzung

15. Oktober, 18.30 Uhr

Restaurant Castagno, Wannseestr. 4
14532 Stahnsdorf

Nächste Mitglieder­versammlung

24. Oktober, 18.30 Uhr

Restaurant ???, ???
14532 Stahnsdorf

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