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Laptops zum Einmotten? - © privat

Laptops verstauben im Keller – Drama mit HappyEnd?

Dieses Drama ist nicht erfunden, sondern eine Dokumentation tatsächlicher Ereignisse. Lediglich der siebte Akt liegt in der Zukunft und weist hoffentlich den Weg zu einem HappyEnd.

Erster Akt: Im Sommer 2018 muss wegen der neuen 4-Zügigkeit der Heinrich-Zille-Grundschule und der dadurch verstärkten Raumnot das Computerkabinett geschlossen werden. Der Förderverein der Schule bittet Bürgermeister Albers, Ausweichlösungen, z. B. Zusammenarbeit mit dem Stahnsdorfer Gymnasium zu finden. Antwort von Herrn Albers: »Schwierig«. Und es passiert nichts.

Zweiter Akt: Plötzlich gibt es Hoffnung am Horizont: Die Firma eBay mit Sitz in Kleinmachnow bietet dem Förderverein 70 Laptops zum Einsatz in der Schule an. Der Förderverein wird Eigentümer der Laptops und dankt eBay für sein Engagement. Wieder sucht der Verein verzweifelt Unterstützung bei der Stahnsdorfer Verwaltung für den Einsatz der Computer in Räumen der Schule. Antwort von Herrn Albers: »Schwierig«. Und es passiert nichts. Erste Zeichen von Verzweiflung und Resignation bei den Akteuren des Fördervereins.

Dritter Akt: Erneute Hoffnung am Horizont: Ein kurzfristig gestartetes Förderprogramm des Landes für die Digitalisierung der Schulen. Eingang des Schreibens des Bildungsministeriums bei allen Schulträgern – also auch in der Stahnsdorfer Verwaltung – am 5. November 2018 mit dem ausdrücklichen Hinweis: »Die Bewilligung erfolgt in der Reihenfolge des Eingangs der Anträge«. Trotz intensiver Haushaltsberatungen im Finanzausschuss am 13. November 2018 kein Wort von Seiten der Verwaltung zu dieser Chance auf Landesförderung. Und es passiert auch weiterhin nichts.

Vierter Akt: Ein neuer Hoffnungsschimmer: Durch Zufall erfährt ein Gemeindevertreter von dem Förderprogramm und informiert am 19. November 2018 alle Gemeindevertreter. Damit ist das Thema öffentlich und die Verwaltung aufgeschreckt. Sie schickt eine Aufforderung an die Grundschulen, binnen 24 Stunden ein Medienkonzept und den dafür erforderlichen finanziellen Bedarf zu melden. Die Schulen liefern sofort. Die Unterlagen werden in der Verwaltung zusammengestellt. Jedoch erst am Tag des Fristablaufs (23. November 2018) geht der Stahnsdorfer Antrag beim Bildungsministerium ein.

Fünfter Akt: Wegen der späten Antragstellung der Gemeinde wird der Antrag durch das Bildungsministerium abgelehnt. Stahnsdorf hätte schneller sein müssen. 240 Brandenburger Gemeinden haben das Ziel vor Stahnsdorf erreicht! Sie haben ihren Antrag frühzeitig gestellt. Die für Stahnsdorf beantragten Fördermittel in Höhe von 42.210 Euro sind weg ... Die 70 Laptops bleiben weiterhin ungenutzt. Ratlosigkeit beim Förderverein der Heinrich-Zille-Grundschule, weil die Zeit für die Schülerinnen und Schüler verrinnt. Und es passiert nichts.

Sechster Akt: Eine Fraktion der Gemeindevertretung recherchiert den Sachverhalt, erstellt diese Dokumentation und beantragt noch vor Weihnachten 2018, dass die Gemeindevertretung in ihrer nächsten Sitzung am 21. Februar 2019 das Medienprogramm der beiden Grundschulen auch ohne Landesmittel sofort umgesetzt. Zudem sollen für den Einsatz der geschenkten Laptops alle notwendigen Maßnahmen finanziert werden.

Siebter Akt: (in der Zukunft) Diesem Beschlussvorschlag stimmen alle Fraktionen der Gemeindevertretung zu. Kurz vor Ostern 2019 werden die neuen Medien in den Grundschulen eingesetzt. Und plötzlich passiert doch noch etwas: Bürgermeister Albers gibt feierlich den Startschuss. Fotos mit Schülern und Laptops in der Presse und auf der Homepage der Gemeinde. Überall dabei: Das Bild des Bürgermeisters.

Regieanweisung: In der nächsten Ausgabe wird das Geheimnis, welche Fraktion dieses Drama geschrieben und den Antrag für die Gemeindevertretung gestellt hat, gelüftet.

Heinrich Plückelmann

17.01.2019

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